Kreisverband Freiburg

Wohnungsproblem gefährdet Wissenschaftsstandort

In Freiburg reicht selbst der Bafög-Höchstsatz nicht zum Leben. Die Diagnose ist alarmierend, wenn auch nicht sonderlich überraschend.
Denn es war absehbar, dass die angestrebte Bafög-Erhöhung nicht reichen und an der Freiburger Lebenswirklichkeit vorbei gehen wird – von der strukturellen Unterreform beim Bafög ganz zu schweigen. Das Freiburger Wohnproblem schlägt also direkt auf die Lebenslage von Studierenden durch. Und daran werden leider auch die aktuell sehr großen Anstrengungen des Freiburger Studierendenwerks im Wohnheimbau nicht viel ändern können.
Die Diagnose ist aber auch alarmierend, weil sie Licht auf Wissenschaftsstandort Freiburg wirft. Die Zahl der Studierenden an der Universität nimmt seit einiger Zeit ab. Wohnungssituation und Lebenshaltungskosten sind ein Grund dafür. Und was für Studierende gilt, gilt in ähnlicher Weise auch für das Personal an den wissenschaftlichen Einrichtungen in der Stadt. Die Uniklinik klagt über Personalengpässe in der Pflege; im wissenschaftlichen Bereich und in der Forschung ist die Situation nicht grundsätzlich anders. Und so wird deutlich: Freiburg läuft Gefahr, trotz bestätigter Exzellenz in der Forschung seine Stärke als Wissenschaftsstandort zu verlieren.
Es braucht daher in Freiburg einen koordinierten Prozess hin zur Wissenschaftsstadt: Die Stadt reflektiert und gestaltet die Bedingungen für die Wissenschaft; und die Wissenschaft leistet ihrerseits wichtige Beiträge zur weiteren Stadtentwicklung. Dieser Prozess muss breit angelegt sein. Stadtverwaltung, Wissenschaftseinrichtungen, Studierende, Verbände, Kammern, Gewerkschaften etc. verständigen sich auf gemeinsame Ziele und deren Umsetzung für Freiburg als Wissenschaftsstadt. Denn das macht das Bafög-Beispiel deutlich: Einzellösungen helfen nicht weiter; das Problem ist größer. Ein „Masterplan Wissenschaftsstadt“ für Freiburg tut not.


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