Kreisverband Freiburg

Dietenbach digital - Neue Perspektiven für einen neuen Stadtteil

Vor der Sommerpause stimmte der Gemeinderat für den Bau des Stadtteils Dietenbach. Was für die einen der Startschuss für eines der wichtigsten Bau- und Stadtentwicklungsprojekte der nächsten Jahre darstellt, gibt anderen Anlass zu Protest, Widerstand und Rettungsaktionen in Form eines nunmehr initiierten Bürgerbegehrens. Und wieder einmal wird deutlich: Für manche ist Freiburg nur dann lebenswert, wenn sich nichts verändert.

Das aber kann nicht die Prämisse einer Politik sein, die die Zukunft der Stadt und die weitere Entwicklung ihrer Gesellschaft im Blick hat. Hier geht es vielmehr um die aktive Gestaltung der nunmehr gesetzten Impulse, damit aus den einmal gefassten Beschlüssen das Beste gemacht werden kann.

Innovative Entwicklungschancen

Nun wird Dietenbach gegenwärtig in erster Linie mit Blick auf die Schaffung von Wohnraum – von bezahlbarem Wohnraum – diskutiert. Diese Perspektive ist richtig. Denn schließlich liegt hier das primäre Movens für den Beschluss, und zwar unter ganz bewusster Abwägung aller Einschnitte und negativer Auswirkungen, die diese Entscheidung in anderer Hinsicht nach sich ziehen kann oder wird. Aber an diesem Punkt sollten wir nicht stehen bleiben, sondern eher fragen: Wie wollen wir den neuen Stadtteil zukunftsorientiert ausgestalten? Wo bieten sich innovative Entwicklungschancen? Wie können wir einen Modellstadtteil errichten, der Wohnen, soziale Aspekte, Ökologie, Nachhaltigkeit miteinander verbindet?

Und genau in dieser Perspektive wird deutlich: Am Thema Digitalisierung kommen wir nicht vorbei. Das soll denn auch der hier vertretene Denkanstoß sein: Lasst uns Dietenbach zu einem Modellstadtteil entwickeln, in dem Digitalisierung ein prägendes Element sein wird. „Dietenbach digital“ – so könnte ein Leitmotiv lauten, unter dem der neue Stadtteil gedacht und entwickelt werden kann.

Digitale Lösungen

Und wie könnte das aussehen? Einige der Themen liegen auf der Hand: Digitale Lösungen für die Integration von Energie und Mobilität kommen hier in den Sinn, zum Beispiel die Netzintegration von elektrischen Fahrzeugen und damit die Unterstützung im Stadtteil für die wichtige e-Mobilität; sodann digital gesteuerte Parkplatzleitsysteme für die effiziente Nutzung knapper Flächen und die Reduzierung von Verkehr; smart Grids, also intelligente Stromnetze, die öffentliche Versorgung einerseits und private Energieerzeugung und -nutzung aufeinander abstimmen; digitale Lösungen für die Integration öffentlicher Verkehrssysteme und privater Mobilitätsoptionen; oder die Nutzung elektrisch-thermischer Energiesysteme für die Stadtteilversorgung und die Optimierung der Energieversorgung einzelner Gebäude. Dezentralisierung und Vernetzung bei gleichzeitig intelligenter Steuerung über digitale Lösungen – so könnte ein Denkansatz für Digitalisierung im neuen Stadtteil Dietenbach lauten. Und über digitale Bildung und Teilhabe ist damit noch gar nicht gesprochen.

Dies sind nur einige Beispiele für eine enge Verbindung ökologischer Themen mit digitalen Lösungen, die letztlich auch soziale Implikationen mit sich führen. Und dazu gehört ganz sicher auch eine aktive Bürgerbeteiligung, eine enge Interaktion zwischen Planern und Bevölkerung im Sinne einer „responsiven“ Stadt, in der die Bewohner ein wesentlicher Teil einer künftigen Lösung sind.

Ganz sicher ist diese Aufzählung von Digitalisierungsthemen nicht erschöpfend. Sie soll ja auch nur einen Denkanstoß liefern in Richtung „Dietenbach digital“, was wiederum ein Motor für „Freiburg digital“ sein könnte. Und ganz sicher wird man um die konkrete Ausgestaltung wie auch die generelle Machbarkeit derartiger Lösungen ringen müssen. Aber eines macht diese kleine Auswahl an Themen deutlich: Dietenbach, wenn positiv und damit zukunftsgerichtet gedacht, kann zu einem „Reallabor“ werden für Digitalisierung in einer lebenswerten Stadt.


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