Kreisverband Freiburg

Vor der Entscheidung: Kommunalisierung der Quartiersarbeit?

Die Freiburger Quartiersarbeit steht auf dem Prüfstand. Im Herbst 2016 wurden die Ergebnisse eines Gutachtens vorgelegt: Diagnostiziert wird Reformbedarf bei den Trägern; kritisiert wird die Stadtverwaltung wegen fehlender Steuerung; und empfohlen wird die Überführung der Quartiersarbeit in die kommunale Verwaltung. Demnächst soll der Gemeinderat über die nächsten Schritte entscheiden.
In einer gemeinsamen Sitzung sprachen sich FDP-Stadträte und FDP-Kreisvorstand gegen die geplante Kommunalisierung der Quartiersarbeit aus. "Das Gutachten hat gezeigt, dass vor allem die Stadt ihre Pflichten vernachlässigt und eben keine Standards oder Leitlinien für die Quartiersarbeit definiert hat“, sagt FDP-Stadtrat Nikolaus von Gayling. "Wir können doch jetzt nicht den Bock zum Gärtner machen und die Quartiersarbeit vollständig in die Hand der Stadtverwaltung überführen“.

Die FDP fordert stattdessen, die freie Trägerschaft für die Quartiersarbeit grundsätzlich beizubehalten und auf kommunaler Ebene gemeinsam klare Qualitätsstandards, Leitlinien und Zielvereinbarungen für die Arbeit in den Quartieren zu entwickeln. Zu einer Kommunalisierung „durch die Hintertür“ darf dieser Prozess aber nicht führen. Der diagnostizierte Reformbedarf in der Arbeit selbst muss aufgearbeitet werden.

„Wir setzen auf ein Modell der dezentralen Verantwortung bei zentraler Steuerung und koordinierter Absprache der Akteure untereinander“, betont Hartmut Hanke, Vorsitzender der Freiburger FDP. Nur so bleibe die Quartiersarbeit nahe bei den Bürgern; und nur so könne das bisher große Engagement vieler Ehrenamtlicher gesichert werden.


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